Internes Audit für alle Hebammen

Wir hören Ihnen zu!

Das Wort „Audit“ ist eine Substantivierung von „audit“ – er, sie, es hört (zu) –, der 3. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv des lateinischen Verbs „audire“ – soweit der Lateinlehrer!

Mit dem Wort „Audit“ wird der Vorgang beschrieben, bei dem sich ein Zuhörer (der Auditor) dem widmet, was ihm andere Personen sagen, woraus er wiederum seine Schlüsse zieht. Ein Auditor hört nicht nur, sondern sieht und – fast noch wichtiger – „spürt auch hinein“.

Wann benötige ich ein Audit?

Ein internes Audit benötigt jede freiberufliche Hebamme.

Die Beleghebamme weist durch eine Bescheinigung oder durch ein eigenes QM Systems für Beleghebammenteams Ihren Leistungsbereich in der Klinik nach.

Das externe Audit benötigen freiberufliche Hebammen mit Geburtshilfe.
Ist eine Hebamme ausschließlich als zweite Hebamme bei Geburten im häuslichen Umfeld tätig und hat Sie sich mit allen geburtshilflichen relevanten Themen des QM-Systems der ersten Hebamme rechtzeitig vertraut gemacht und wendet diese auch an, benötigt Sie als zweite Hebamme kein externes Audit.

Wie läuft ein internes Audit ab?

Das interne Audit wird nach Abschluss der Umsetzungsphase jährlich mittels des Auditbogens (Hebammenhilfevertrag, Anlage 3, Anhang 3.b, Beiblatt 1) selbst durch die Hebamme erstellt.
Dies soll eine Selbstkontrolle des eigenen QM-Systems auf Vollständigkeit nach bestimmten Vorgaben aus dem Hebammenhilfevertrag darstellen. Die Schwierigkeit beim Erstellen des Auditbogens, bzw. Selbstbewertungsbogens ist die eigene objektive Bewertung.

Wie läuft ein externes Audit ab?

Zu dem jährlichen Durchführen des internen Audits, kommen alle 3 Jahre das externe Audit hinzu. Das externe Audit führt ein Auditor oder Auditorin durch, die den Vorgaben der DIN EN ISO 19011 entsprechen. Die Wahl des Auditors ist frei, solange diese die entsprechende Qualifikation nachweisen.

Nachdem das externe Audit in Auftrag gegeben wurde, werden das Ziel und der Umfang des Audits festgesetzt. Der weitere Ablauf unterteilt sich auf in:

  • Vorbereitung
  • Audit vor Ort oder Remote Verfahren
  • und Nachbereitung

Dies kann insgesamt einige Wochen in Anspruch nehmen.

Was wird in einem externen Audit geprüft?

Ein Audit ist eine Maßnahme aus dem Qualitätsmanagement. Sie untersucht und dokumentiert die Einhaltung von Prozessen, Normen und gesetzlichen Vorgaben. Folgende Unterlagen werden gesichtet:

  • Auditbögen (Beiblatt 1 zum Anhang 3.b Nachweisverfahren)
  • QM-Handbuch/-System
  • Fortbildungsplan und –nachweise
  • Statistische Erhebungsbögen (Beiblatt 2 zu Qualitätsvereinbarung) der letzten drei Jahre, sofern Geburtshilfe im häuslichen Umfeld geleistet wurde.

Wir verstehen das Audit als des Zuhörens im Dialog und damit auf einem beratungsorientierten Ansatz. Dabei stehen wertvolle Impulse, wie sie ihr QM-System und die Qualität ihrer Leistungen weiter entwickeln können.

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